Vom alten "Ratsstüble" zum heutigen Restaurant
"Friedrich von Schiller"

Schiller in der Vergangenheit

Die Geschichte des seit 1921 im Familienbesitz befindlichen "Schiller" hat seinen Beginn im alten Ratsstüble des Großvaters von Rudolf Reinhardt. Im Jahre 1896 erwarben die aus dem Remstal stammende Karl Reinhardt und seine Gattin Wilhelmine in Bietigheim das Gasthaus "Zum alten Ratsstüble" an der oberen Hauptstraße gegenüber dem Rathaus. Diese gutbürgerlich geführte Gaststätte erfreute sich bald eines regen Zuspruches.

Dem großen Brand in der Altstadt 1921 fiel auch das "Ratsstüble" zum Opfer. Die Teilnahme der Gäste am Schicksal der Familie Reinhardt war groß, wie ein Artikel am 5.August 1921 im Enz- und Metter-Bote zeigt. Darin heißt es:
Schiller
"Die freundliche Wirtsfamilie vom guten alten Schlag, die treffliche Verpflegung, der freundliche, leise an die Biedermeierzeit erinnernde Raum, alles einfach, aber gediegen und blitzsauber - kurz, das ganze so recht dazu angetan, daß es einem wohl werden mußte. Schwind und Mörike kann man sich herdenken, froh gelaunt bei einem Schoppen Hohenhaslacher oder Güglinger, der Alte Vischer hatte sich hier gerne einen Guten einschenken lassen, ja auch den knorrigen und knurrigen Gottfried Keller - hier hätt`s ihm gefallen."

Schiller in der Gegenwart

Eine feine Stimmung aus guten Väter- und Vorväterzeiten lag auf dem "Ratsstüble". Kein Wunder, dass dieses durch seine Lage in Bietigheim, dessen Reize so mancher, der nur den Bahnhof kennt, gar nicht ahnt, vielfach der Treffpunkt guter Freunde, namentlich aus Stuttgart und Heilbronn war. Und für viele knüpfen sich schöne Erinnerungen an das nun zu Schutt und Asche gewordenen Haus; aber bei vielen wird bleiben das meminisse jubavit.

Eugen Reinhardt, der Sohn der genannten Wirtsleute und seine Gattin Karoline, geborene Klink aus Löchgau, bezogen im Jahr des großen Brandes 1921 das Haus Marktplatz 5 mit Metzgerei und Gasthaus. Auch das Gasthaus "Zum Schiller" wurde bald bis weit über die Grenzen der Stadt als Stätte gepflegter, gutbürgerlicher Gastlichkeit bekannt.

Schiller in der Vergangenheit

Seit 1958 betreiben der Sohn Rudolf Reinhardt und dessen Gattin Marianne, geborene Junginger aus Murrhardt den "Schiller". Nach mehreren Umbauten und Umgestaltungen im Hause wurde 1960 noch ein Haus in der Nachbarschaft von Bäckermeister Reichert`s Erbe erworben, vollständig umgebaut und mit Gästezimmern bestückt. Es wurde damals auch schon besonders Wert darauf gelegt, daß sich die Gäste des Hauses wohlfühlen.

Nach der Rückkehr der jüngsten Tochter Regine und ihrem Ehemann, Burkhard Schork von den Wanderjahren, war auch der zweite Totalumbau des unter Denkmalschutz stehenden Hauses abgeschlossen. Die vierte Generation des "Schillers" in Bietigheim ist seit März 1988 zu Hause und hat behutsam mit der Umgestaltung von Haus und Speisekarte begonnen.Sie locken jetzt nicht nur mit von jeher bekannten, regionalen Gerichten, die stets frisch zubereitet werden, sondern auch mit (den sogenannten) feinen Genüssen der Schwaben in den "Schiller".

Im Jahre 2004/2005 kam zu letztem Totalumbau, angefangen mit der Fertigstellung des "Eis-Kellers" und ending mit der Einrichtung der neuen "Schiller's Themenstuben".

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